3. Etappe: Aschaffenburg - Lohr 126 Km (121 Km)

Diese Etappe war ein echter Klassiker: Die Fahrt am Main durchs schöne Frankenland, wobei die Marketingstrategen immer klingendere Bezeichnungen für ihre Tourismusregionen entwickeln. So wird der Raum zwischen Aschaffenburg und Miltenberg unter der Bezeichnung "Churfranken" vermarktet. Man beachte die Schreibweise des 18. Jahrhunderts! Man identifiziert sich bis heute mit dem einstigen Kurfürsten von Mainz, die ja bekanntlich auch in Aschaffenburg residierten - wohl, um sich vom Rest Frankens und den angrenzenden Gemeinden in Baden-Württemberg abzugrenzen. Egal wie: Auf dieser Etappe gab es einfach keinen hässlichen Ort. Die kleinen Fachwerkstädtchen laden zum Verweilen ein, und man gerät leicht in Gefahr, sein Tagesziel aus den Augen zu verlieren.

 

Meine Mittagspause legte ich bei sommerlichen Temperaturen übrigens an einem ungewöhnlichen Ort ein: Am böhmischen Imbiss mit Außenbestuhlung in Laudenbach. Tschechische Biere und Gerichte am Main - auf diese Idee muss man erst einmal kommen. Aber wo die heimischen Handwerker Mittagspause machen, ist es gut und preiswert. Diese alte Weisheit bestätigte sich einmal mehr.

Kurzer Stopp in Miltenberg.
Freudenberg.

Diese zweite Volletappe führte mich durch zwei Bundesländer: Bayern und Baden-Württemberg - denn Freundenberg und Wertheim gehören zum Main-Tauber-Kreis. Übrigens: Der südlichste Punkt meiner Reise wurde in Miltenberg erreicht.

 

Der Tag endete in Lohr am Main, wo das Bettenangebot nicht allzu üppig ist. Doch ich hatte erneut Glück und landete im Hotel-Gasthof Krone - einem imposanten Fachwerk-Anwesen, das im Jahr 1567 erstmals urkundlich erwähnt wird. Das Innere ist eine Mischung aus Rustikal und Puppenhaus-Stil. Auch hier war der Preis sehr fair. Das Doppelzimmer zur Alleinnutzung kostete inklusive Frühstücksbüfett 59 Euro. Wer mehr wissen will, kann sich im Internet unter Hotel-Gasthof Krone informieren. Das Restaurant konnte ich leider nicht testen. Es hatte Ruhetag.

Wertheim.
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