5. Etappe: Münnerstadt -Eisfeld 114,7 Km (111 Km)

Der fünfte Tag meiner Deutschlandreise begann freundlich und mit der Erkenntnis, dass ich in einem sehenswerten Denkmalstädtchen gelandet war. In Münnerstadt könnte man sich auch mehrere Tage einquartieren und die nähere Umgebung erkunden. Für mich aber hieße es: weiterfahren. Dank der Beschreibung der hilfsbereiten Wirtin war der Anschluss an den regulären Radweg schnell gefunden. Weiter ging es über Bad Neustadt in Richtung Thüringen - im ersten Teil der Etappe durchgehend auf asphaltierten Straßen, allerdings gab es dieses Mal einige Steigungen zu bewältigen, die aber nicht so waren, dass sie ans Limit geführt hätten.

 

Die letzten Spuren der Teilung Deutschlands kann man übrigens bei Hermannsfeld sehen. Dort erinnern ein ehemaliger Grenzturm und ein Friedenskreuz an den Kalten Krieg und seine Folgen.

Ehemaliger Wachturm und Friedenskreuz bei Hermannsfeld an der Grenze von Unterfranken und Thüringen.

In der Mittagszeit hatte ich Meiningen erreicht. Kurze Rast und dann weiter. Denn es galt, über den Werra-Radweg einen weiteren Fluss zu erkunden.

Meiningen, Altstadt.
Meiningen, Altstadt.
Meiningen, Altstadt.

Der Radweg durch das Obere Werratal ist Geschmackssache. Denn zunächst geht es oft  über Schotter- und Waldstrecken. Das kann sehr reizvoll sein, mitunter aber auch nerven. Deswegen wich ich in einigen Abschnitten bewusst auf die Straße aus, um voranzukommen. Das war übrigens eine gute Alternative, weil der Verkehr längst nicht so dicht ist wie zum Beispiel zwischen Bad Kissingen und Bad Neustadt.

 

Im weiteren Verlauf des Radwegs dominieren dann aber wieder die asphaltierten Radstrecken. Dann ist die Route auch gut ausgeschildert. Doch sind dann auch etliche Steigungen zu bewältigen. Die sind zwar nicht besonders gravierend, gehen aber in der Summe ganz schön in die Knochen. Auf jeden Fall war ich froh, als ich Eisfeld erreichte. Hier starten übrigens viele Radfahrer, um das obere Werratal hinunter und in Bad Kissingen weiterzufahren - was auch deutlich bequemer ist als der umgekehrte Weg, den ich genommen hatte.

 

Auch in Eisfeld sind die Übernachtungskapazitäten im Stadtzentrum begrenzt, in den umliegenden Orten gibt es allerdings weitere Hotels. Auch dieses Mal hatte ich wieder Glück und ergatterte ein Einzelzimmer im "Schaumberger Hof" - zum Schnäppchenpreis von 38 Euro inklusive einem reichhaltigen und guten Frühstück. Während das Hotel von außen den Eindruck erweckt, die Zeit sei im frühen 20. Jahrhundert stehen geblieben, wird man im Inneren sehr positiv überrascht. Das Zimmer war geräumig und renoviert, ebenso das Bad. Die Küche des Hauses ist gut und preiswert. Und: Die Restaurants, in denen 0,5 Liter Kellerbier für 2,50 Euro ausgeschenkt werden, sind rar. Deswegen gibt es auch hier eine gute Gesamtnote und eine Empfehlung (im Inneren zeigen sich eben die wahren Werte) und den Link Hotel "Schaumberger Hof"

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© Dr. Dr. Reinhard Kallenbach 2018