15. Etappe: Wingst - Cuxhaven 42 Km (36 Km)

Cuxhaven.

Die letzte Tourtag begann mit einem Regenguss. Ich verließ das Hotel deshalb erst gegen 10.30 Uhr. Dann schien die Sonne, jedoch bei Temperaturen, die mich eher an den November als an den Mai erinnerten. Der Weg nach Cuxhaven war grundsätzlich unproblematisch - und ich sah schnell, dass meine Furcht, die Nacht im Freien verbringen zu müssen, unbegründet war. Nicht weit von Wingst entfernt folgten weitere Ferienorte mit einem reichen Hotelangebot!

 

Mal entlang der Straßen, mal über asphaltierte Feldwege. Alles war optimal ausgeschildert und gut zu befahren. Unschön war die letzte Etappe, eine Halbetappe, trotzdem. Denn ich musste gegen den bislang stärksten Gegenwind ankämpfen, was mich bestärkte, auf das Dranhängen weiterer Etappen zu verzichten. Ich hatte ja mein vorgegebenes Ziel erreicht, und irgendwie war die Motivation weg, zumal auch meine Kraft stark nachgelassen hatte. Ein Weitermachen wäre also nur bei hervorragenden äußeren Bedingungen sinnvoll gewesen. Und die waren beim besten Willen nicht in Sicht.

Cuxhaven. Denkmal für die gefallenen Minensucher beider Weltkriege.

Eine positive Überraschung gab es am Cuxhavener Bahnhof. Super Beratung durch die Dame am Schalter, ein extrem preiswertes Schönes-Wochenende-Ticket und die Möglichkeit, das Fahrrad in den Zügen mitzuführen. Mir blieb aber noch etwas Zeit, mich in Cuxhaven (die Stadt gefiel mir recht gut) umzusehen - und zu dokumentieren, dass ich mein Ziel, die Nordsee, erreicht habe. Was mir ausffiel: Ich habe noch nie so viele Menschen gesehen, die mit dem Fahrrad unterwegs waren. Das sollte mal in Koblenz Schule machen. Dann wäre die Stadt deutlich attraktiver und würde nicht in den Blechlawinen ersticken.

"Endzustand" nach 1580 Kilometern: Fix und fertig, aber grundsätzlich zufrieden.

Um 15.30 Uhr fuhr die Regionalbahn los. Umsteigen in Bremerhaven-Lehr, Osnabrück und in Köln. Dort sollte ich eine Stunde Wartezeit haben. Da aber die Mittelrheinbahn wegen Baustellen und Anschlüssen deutliche Verspätung hatte, erwischte ich noch den Vorgängerzug. Glück gehabt. Nach einer Fahrzeit von 7,5 Stunden erreichte ich schließlich Koblenz. Abschluss im Planstüchen, um die 1580 Kilometer ein wenig zu feiern ...

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© Dr. Dr. Reinhard Kallenbach 2018