Koblenz in Zeiten der Seuchen

Leben und leiden in Koblenz: Das war der Titel meiner mit Bestnote bewerteten Dissertation, die ich 2007 am Institut für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Würzburg eingereicht hatte. 13 Jahre "danach" habe ich mich entschieden, die ganze Arbeit kostenfrei als PDF-Download für jedermann zur Verfügung zu stellen. Es gibt zwei Hintergründe: Die Druckversion ist bis auf wenige Exemplare vergriffen, zudem dürfte die Studie angesichts der Corona-/Covid-19-Krise wieder sehr aktuell sein. Denn die fieberhafte Suche nach dem unsichtbaren Feind ähnelt dem Kampf, der auch im 19. und 20. Jahrhundert geführt wurde. Pocken, Typhus, Tuberkulose und die Cholera waren Geißeln einer Zeit, die von dramatischen Veränderungen geprägt waren. Und schon damals standen Verwaltung, Militär, Ingenieure und Mediziner vor schier unlösbaren Problemen.

 

Auch wenn die "Alltagsseuchen" der damaligen Zeit Tausende von Opfern forderten, schrieb vor allem der Kampf gegen die Cholera nicht nur Medizin-, sondern auch Kulturgeschichte. Und vieles, was wir heute im Kampf gegen Covid-19 unternehmen, ähnelt den Maßnahmen, die man schon damals favorisierte.

 

Die Arbeit ist aber auch eine Mahnung vor Fehlentwicklungen: Nach wie vor ist das, was über viele Jahrzehnte auf Kosten der Steuer- und Beitragszahler aufgebaut wurde zum Objekt der Begierde geworden. Der Autor meint: Wir müssen uns davor hüten, die öffentliche "Gesundheits-Infrastruktur" an sogenannte Investoren zu verramschen. Seit den 1990er-Jahren ist da einiges zum Nachteil der Bürger verändert worden. Doch noch ist es nicht zu spät, das Schlimmste zu verhindern.

 

Angesichts der vielen Tausend Opfer, die Covid-19 gefordert hat, ist es allerhöchste Zeit, über Grundsätzliches nachzudenken. Und in diesen Tagen könnte man fast den Eindruck haben, dass die Verantwortlichen in der Politik einen scheinbar unliebsamen Kostenfaktor mit einem anderen Blick betrachen. Vielleicht trägt folgender Beitrag zur regionalen Geschichtsforschung zu einer fundierten Meinungsbildung bei - auch wenn der Text im Jahr 2007 endet, also in einer Zeit vor den großen Fusionen, an deren Ende das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein stehen sollte.

 

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