Florinspfaffengasse
Die Florinspfaffengasse befindet sich im Herzen der spätantik-frühmittelalteilichen Kernstadt. Sie verläuft parallel zur Mehl-, Gemüse- und Münzstraße in Nord-Süd-Richtung und ist eine der wenigen erhaltenen mittelalterlichen Gassen in der Koblenzer Altstadt. Sie hat ihren Namen wohl von den Gebäuden in diesem Bereich, die entweder direkt zum Stift gehörten oder sich im Besitz der Kanoniker von St. Florin befanden. An ihrem nördlichen Ende mündete die Gasse bis ins 16. Jahrhundert. hinein auf einen Platz, der auch den bischöflichen Hof (heute Pfarrhof Liebfrauen) erschloss. Bis 1944 neben dem Kastorviertel einer der Abschnitte in der Altstadt mit der höchsten Dichte von im Kern mittelalterlichen Gebäuden. Zerstört wurden vor allem die Gebäude am südlichen Eingang der Gasse. So fielen der Dechantshof des Stiftes (Nr. 2) sowie die Häuser Nr. l und 3 den Bomben zum Opfer. Der Wiederaufbau erfolgte in schlichter Form im Rahmen der vorgegebenen Dimensionen. Darüber hinaus wurden die ehemals zum bischöflichen Hof gehörenden, im Kern mittelalterlichen Häuser Nr. 10 und 12 undokumentiert abgebrochen. Weitere bauliche Veränderungen gab es im Zuge der Altstadtsanierung, bei der die Straße zur Fußgängerzone ausgebaut wurde: Der Block zwischen Florinspfaffengasse und Mehlgasse wurde entkernt, um einen Innenhof zu schaffen. Den baulichen Veränderungen fielen darüber hinaus die überwiegend im 19. Jahrhundert errichteten Gebäude Florinspfaffengasse 7a und 7 zum Opfer, die durch einen kleineren Neubau ersetzt wurden.
Florinspfaffengasse 1
Alte Hausnummer (Vorgängerbau): 167 [1]
Grundstücksgröße: 121 qm
Geschichte: Das Haus wurde im Krieg oberhalb des Erdgeschosses vollständig zerstört. Der Wiederaufbau auf dem noch vorhandenen tonnengewölbten Bruchsteinkeller erfolgte ab 1949. Das dreigeschossige, vierachsige Gebäude mit Satteldach und vier Dachhäuschen blieb von den Sanierungsmaßnahmen unberührt. Das ursprüngliche Haus war ein kleiner, zweigeschossiger und zweiachsiger Barockbau mit einem an der Straße gelegenen Zwerchgiebel.
Beschreibung des Vorgängerbaus laut Brandversicherungskataster (1821–1834): Zweistöckiges Wohnhaus, vorne ein Stockwerk aus Stein, eines aus Holz, hinten aus Fachwerk.
Quellen: Hausakten der Sanierung s stelle; Akten der Bauaufsicht; StAK, Best. 623; Nr. 2045; Michel, Kunstdenkmäler, S. 265 (Geschichte des Vorgängerbaus); StaK, Fach 23.
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Anmerkung:
1 Die für die Florinspfaffengasse angegebenen Maße wurden im Zuge von Bestandsaufnahmen ermittelt. Die Werte beziehen sich also auf die Zeit vor der Durchführung der Altstadtsanierung.
Florinspfaffengasse 2
Alte Hausnummer: 166
Geschichte: An dieser Stelle der Florinspfaffengasse stand der ehemalige Dechanthof des Stiftes St. Florin. Die Anlage hatte einen großen Garten, der an die römische Stadtmauer und den Garten des heute nicht mehr bestehenden Hauses Monreal grenzte. Die Anlage wurde mit Ausnahme des wohl um die Mitte des 19. Jahrhunderts stammenden Vorderhauses (mit Seitenflügel) im Krieg vollständig zerstört. Vor den Bombardements des Jahres 1944 standen auf dem tiefen, fast bis zur Kornpfortstraße reichenden Grundstück die Bauten der Weinhandlung, der Branntweinbrennerei und der Likörfabrik von Franz Michels. Die gesamte Anlage hatte ursprünglich ausgedehnte Kellerräume. Ein heute nicht mehr bestehendes Hintergebäude hat man 1909/1910 nachträglich unterkellert.
Konstruktion: Massivbau mit Putzfassade. Beschreibung: Traufständiges, auf drei Seiten freistehendes Haus. Das dreigeschossige und dreiachsige Wohngebäude hat ein Satteldach. Das Erdgeschoss ist mit glasierten Klinkern und drei mittig angeordneten Fenstern gestaltet. Auf der linken Seite befindet sich eine tiefe Eingangsnische. Rechts fällt die große viereckige Hofeinfahrt auf. Die Fassade ist durch ein Sohlbank- und durch ein weit auskragendes Dachgesims gegliedert. Die Rechteckfenster im ersten und zweiten Obergeschoss haben profilierte Gewände. Das Haus besitzt einen Seitenflügel, der über den Innenhof betreten werden kann.
Quellen: Michel, Kunstdenkmäler, S. 265/266; Akten der Unteren Denkmalschutzbehörde; Akten der Bauaufsicht; StAK, Fach 23.
Florinspfaffengasse 3
Alte Hausnummer (Vorgängerbau): 168
Grundstücksgröße: 108 qm
Bebaute Fläche: 42,08 qm + 43,26 qm
Geschichte: Das dreigeschossige Wohn- und Geschäftshaus wurde im Krieg weitgehend zerstört. Der Wiederaufbau des auf dem noch vorhandenen Bruchsteingewölbe (Segmentbogentonne) errichteten einfachen Gebäudes erfolgte zwischen 1949 und 1950. Zum Neubau gehören Werkstatt sowie Büro und Lagerräume im Erdgeschoss. Das Haus blieb von den Sanierungsmaßnahmen unberührt.
Quellen: Hausakten der Sanierungsstelle; Akten der Bauaufsicht.
Florinspfaffengasse 4
Alte Hausnummer: 165
Geschichte: Das aus dem Jahre 1712 stammende Gebäude wurde 1944 zerstört.
Quelle: Michel, Kunstdenkmäler, S. 266.
Florinspfaffengasse 5
Alte Hausnummer: 169
Grundstücksgröße: 377 qm
Bebaute Fläche: 288,54 qm
Geschichte: Das ehemalige Stiftshaus ließ der Kanoniker Alloye (Stift St. Florin) im Jahre 1702 errichten. Dabei hat man die Reste eines wahrscheinlich bei der Beschießung vom Herbst 1688 zerstörten kleineren Vorgängerbaus einbezogen. Für diese Annahme spricht der kreuzgratgewölbte Keller mit Mittelpfeiler in der südlichen Gebäudehälfte. Im Zuge der Altstadtsanierung wurde die Fachwerkkonstruktion im ersten Obergeschoss freigelegt, die alte Raumaufteilung verändert (Zahnarztpraxis, zahntechnisches Labor, Galerie), das Treppenhaus verlegt und die ehemalige Durchfahrt geschlossen. Die aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammenden rückwärtigen Nebenbauten mussten wegen der Freilegung des Innenhofes abgebrochen werden.
Konstruktion: Der Keller wurde aus Bruchstein hergestellt (nur die Südhälfte des Gebäudes ist unterkellert). Die Außenwände des ehemaligen Stiftshauses (Putzbau) bestehen – mit Ausnahme des als Fachwerkkonstruktion ausgeführten südlichen Giebeldreiecks und der Rückfront des ersten Obergeschosses – ebenfalls aus Bruchstein (Stärke = 50–60 cm). Die Innenwände waren in beidseitig verputztem und ausgemauertem Fachwerk ausgeführt (Stärke = 15 cm).
Decken: Im Keller ein auf einem Mittelpfeiler ruhendes Kreuzgratgewölbe aus Bruchstein, in den Geschossen Holzbalkendecken, die unter Putz liegen.
Beschreibung: Traufständiges, zweigeschossiges und achtachsiges Doppelhaus. Das Gebäude hat ein Satteldach mit sechs Dachhäuschen, die mit Dreiecksgiebeln versehen sind. Die weit auskragende Traufe hat sichtbare Sparrenköpfe. Die Viereckfenster sind mit Basaltsteinrahmungen ausgestattet. Der Eingang wird ebenfalls durch Basaltgewände betont. Auf der südlichen Giebelseite befinden sich drei Einzel- und ein Zwillingsfenster.
Beschreibung laut Brandversicherungskataster (1821–1834): Zweistöckiges, massives Wohnhaus, zweistöckige, halb massive Scheune, zwei jeweils eingeschossige Ställe aus Holz (genaue Angaben über den Standort der aufgeführten Nebenbauten sind heute nicht mehr möglich).
Geschossflächen:
• Erdgeschoss und 1. Obergeschoss 282,06 qm;
• Dachgeschoss 202,15 qm.
Wohnflächen:
• Erdgeschoss 118,59 qm;
• 1. Obergeschoss 149,02 qm;
• Dachgeschoss 55,79 qm.
Geschosshöhen:
• Keller 3,60 m;
• Erdgeschoss 3,66 m;
• 1. Obergeschoss 3,48 m;
• Dachgeschoss 3,00 m; Dach 1,95 m;
• Dach (Nebengebäude) 4,32 m.
Grundriss: Typ 5.
Quellen: Michel, Kunstdenkmäler, S. 265; Hausakten der Sanierungsstelle; LHA Ko, Best. 112; Nr. 1501; StAK, Best. 623, Nr. 20, Blatt 43; mündliche Mitteilung des Hauseigentümers, Herrn Lutz Tent.
Florinspfaffengasse 6
Alte Hausnummer: 164
Geschichte: Der ehemalige Stiftshof wurde im Jahre 1725 fertiggestellt. Später nahm man die Aufstockung des an der Florinspfaffengasse gelegenen Hauptgebäudes vor. Die Weihe der östlich hinter dem Gebäude gelegenen neugotischen Peter-Friedhofen-Kapelle erfolgte 1855. Zwei Seitenbauten, in denen sich einst Schulräume befanden, bestehen heute nicht mehr. Konstruktion: Massivbau mit Putzfassade. Beschreibung: Traufständiges, dreigeschossiges und fünf achsiges Gebäude, das heute als Kindergarten dient. Das nachträglich um eine Etage erhöhte, freistehende Haus besitzt ein Satteldach. Der Bau hat ein weit auskragendes, profiliertes Traufgesims und einfache Viereckfenster mit Basaltgewänden. An der Fassade wurde oberhalb der Fensterstürze im Erdgeschoss die Jahreszahl 1725 angebracht (Ziermaueranker). Auf der linken Seite befindet sich ein Rundbogenportal in Basalt mit Schlussstein und Kämpfergesims. Die im Hof angelegte neugotische Kapelle ist ein einschiffiges, bruchsteinernes Gebäude mit Apsis.
Beschreibung laut Brandversicherungskataster (1821–1834): Zweistöckiges Wohnhaus, von Stein erbaut. Grundriss: Typ 5.
Quellen: Michel, Kunstdenkmäler, S. 267; Akten der Unteren Denkmalschutzbehörde; StaK, Best. 623, Nr. 2045, Blatt 88; StAK, Fach 23.
Florinspfaffengasse 7a
Datierung: Das Haus wurde um 1850 errichtet. Diese grobe Datierung kann aus den Adressbüchern erschlossen werden.
Grundstücksgröße: 255 qm
Bebaute Fläche: 176,50 qm
Konstruktion: Der Keller bestand aus Bruchstein. Die Außenwände des Vorderhauses sowie die Grenzwände waren massiv. Die übrigen Wände – auch die Außenmauern des Hinterhauses – bestanden aus Fachwerk mit Ausmauerung und beidseitigem Verputz.
Decken: Im Keller Tonnengewölbe aus Bruchstein (Querschnitt segmentbogig), in den Geschossen Holzbalkendecken mit Einschüben und Füllungen.
Geschichte/Beschreibung: Dreigeschossiges, dreiachsiges Vorderhaus mit erheblich größerem viergeschossigen Hintergebäude. Der Komplex wurde nach 1854 errichtet, denn er findet in den Hausnummerverzeichnissen bis 1854 keine Berücksichtigung. Auf dem Grundstück befanden sich vorher zur Scholasterie des Stiftes St. Florin gehörende Gärten. Nach dem Abriss der Baukörper im Zuge der Sanierungsarbeiten wurde auf dem Gelände eine aus dem zweiten oder dritten Jahrhundert stammende römische Badeanlage gefunden, die wahrscheinlich zu der im Bereich zwischen Kornpfortstraße und Flo-rinspfaffengasse freigelegten Villa gehörte. Ein im Hinterhaus befindlicher frühneuzeitlicher Keller war ursprünglich nicht überbaut und diente wahrscheinlich der Lagerung von Bier oder Wein. Heute steht an der Stelle der Gebäude der dreigeschossige, sechsachsige Neubau Florinspfaffengase 7 mit Satteldach und drei über dimensionalen Dachhäuschen.
Geschossflächen:
• Erdgeschoss bis einschließlich 2. Obergeschoss 176,50 qm;
• 3. Obergeschoss 76,66 qm.
Wohnflächen (Vorderhaus):
• Erdgeschoss 47,47 qm;
• 1. und 2. Obergeschoss 53,07 qm.
Wohnflächen (Hintergebäude):
• Erdgeschoss 79,35 qm Werkstatt;
• 1. und 2. Obergeschoss 76,86 qm;
• 3. Obergeschoss 62,75 qm;
• Dachgeschoss 51,40 qm.
Geschosshöhen (Vorderhaus):
• Erdgeschoss 3,31 m;
• 1. Obergeschoss 2,80 m;
• 2. Obergeschoss 2,37 m;
• Dach 2,70 m.
Geschosshöhen (Hintergebäude):
• Keller 5,20 m;
• Erdgeschoss 3,33 m;
• 1. Obergeschoss 3,52 m;
• 2. Obergeschoss 3,33 m;
• 3. Obergeschoss 3,06 m;
• Dach 2,30 m.
Quellen: StAK, Fach 23; Hausakten der Sanierungsstelle,
Florinspfaffengasse 7
Grundstücksgröße: 159 qm
Bebaute Fläche: 111,57 qm
Geschichte: Das Gebäude wurde wahrscheinlich zwischen 1850 und 1854 erbaut (es hatte keine alte Hausnummer). Im Zuge der Altstadtsanierung wurde der Bau zur Schaffung von Freiflächen abgerissen). Vor der Errichtung des Hauses war das Grundstück – mit Ausnahme eines Kellers zur Lagerung von Bier oder Wein – unbebaut.
Konstruktion: Der Keller war aus Bruchstein hergestellt, darüber hinaus nur das Erdgeschoss massiv (Mauerstärke = 50 cm). In den übrigen Geschossen bestanden die Außen- und Innenwände aus Fachwerk mit Ausmauerung und beidseitigem Verputz.
Decken: Im Keller Bruchsteingewölbe, in den Geschossen Holzbalkendecken mit Einschüben und Füllungen.
Beschreibung: Viergeschossiges, fünfachsiges Wohnhaus mit zweigeschossigem Nebengebäude. Der Hauptbau lag etwa 10 Meter von der eigentlichen Straßenflucht entfernt. Er hatte ein Satteldach mit drei Gauben.
Geschossflächen:
• Erdgeschoss und 1. Obergeschoss 111,57 qm;
• 2. und 3. Obergeschoss 70,95 qm.
Wohnflächen:
• Erdgeschoss 69,25 qm;
• 1. Obergeschoss 81,11 qm;
• 2. und 3. Obergeschoss 51,80 qm;
• Dachgeschoss 35,80 qm.
Geschosshöhen:
• Keller 2,90 m; Erdgeschoss 3,20 m;
• 1. Obergeschoss 3,06 m;
• 2. Obergeschoss 2,60 m;
• 3. Obergeschoss 2,75 m;
• Dachgeschoss 2,40 m; Dach 3,55 m.
Quellen: StaK, Fach 23; Hausakten der Sanierungsstelle.
Florinspfaffengasse 8–12
Alte Hausnummer: 163–161
Geschichte: Hier standen das ehemalige Vikariatshaus des zum Stift St. Florin gehörenden Marienaltars sowie zwei Bauten, die sich vor der Säkularisierung im Eigentum der Prämonstratenser-Abtei Rommersdorf befanden. Die Baugeschichte der auf den Grundstücken befindlichen Höfe reichte bis. weit über das 18. Jahrhundert hinaus zurück. Beide Anlagen wurden 1944 zerstört.
Quelle: Michel, Kunstdenkmäler, S. 267 (Geschichte).
Florinspfaffengasse 9
Alte Hausnummer: 170
Grundstücksgröße: 185 qm – bebaute Fläche: 185 qm
Konstruktion: Der Keller ist aus Bruchstein hergestellt. Gleiches gilt für die Außenmauern. Die an der Florinspfaffengasse gelegene Straßenfront erhielt in jüngerer Vergangenheit einen neuen Verputz. Auf der Rückseite (Innenhof zur Mehlgasse) wurde der Putz teilweise beseitigt. Die Innenwände bestehen aus ausgemauertem und beidseitig verputztem Fachwerk.
Decken: Im Keller Gewölbedecken (Tonnen mit segmentbogigen Querschnitten) aus Bruchstein, in den Geschossen Holzbalkendecken mit Ein-schüben und Füllungen.
Geschichte/Datierung: Die Keller und die nördliche Giebelwand des Gebäudes haben ihren Ursprung wahrscheinlich im 12. Jahrhundert. Zu den ältesten Bestandteilen dieses Wohnhauses gehört ein kleinerer, näher an der Straße gelegener Keller mit einem annähernd quadratischen Grundriss. Daran schließt sich in westlicher Richtung ein jüngerer, längsrechteckiger Kellerraum an. Zum ältesten Kern der Anlage gehört auch die während des Abbruches des Hauses Florinsmarkt 22 freigelegte nördliche Giebelwand (sie war ursprünglich einmal die Außenwand einer romanischen Anlage), deren älterer östlicher Teil lediglich eine Breite von 4,20 Metern aufweist. Die einzige Öffnung dieses Abschnittes war ein kleines Bogenfenster, das später zugemauert wurde. An diesen Teil schließt sich der jüngere Bereich an, der eine Länge von ungefähr 8,30 Metern besitzt. In dieser Erweiterung der heutigen Giebelwand befinden sich vier große, zugemauerte Öffnungen. Im Erdgeschoss findet man zwei Spitzbögen mit einer Scheitelhöhe von rund 3 Metern. Darüber liegen ebenfalls zwei spitzbogige Öffnungen. Der zweiphasige mittelalterliche Bau bestand wahrscheinlich zur Straße hin Ursprung lieh aus einem wohnturmartigen Gebäude, an das später in westlicher Richtung ein langgestreckter Baukörper angefügt wurde, der aus einer im Erdgeschoss liegenden Halle und einem darüber befindlichen Saal bestand. Auch an der Südseite und der Rückseite des Hauses konnte festgestellt werden, dass es sich bei der an der Grenze zum Grundstück Florinspfaffengasse 7 befindlichen Giebelwand um eine zur mittelalterlichen Wohnanlage gehörige Außenwand handelt.
Beschreibung: Traufständiges, dreigeschossiges und sechsachsiges Haus, dessen Fassade in der südlichen Hälfte einen leichten Knick macht. Das Gebäude wurde wohl in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufgestockt. Der Bau hat ein Satteldach mit fünf Dachhäuschen. Die ursprüngliche Fassadengestaltung ist heute wegen der neueren Umgestaltungen nicht
mehr zu erkennen. Eine Veränderung des Gebäudes war im Zuge der Altstadtsanierung nicht erforderlich. Lediglich die rückwärtig gelegene Werkstatt (erbaut 1894/1922) musste wegen der Schaffung von Freiflächen für den neuen Innenhof beseitigt werden.
Geschossflächen:
• Erdgeschoss 185 qm;
• 1. und 2. Obergeschoss 151,42 qm.
Wohnflächen:
• Erdgeschoss 125,92 qm (Werkstatt);
• 1. und 2. Obergeschoss 105,19 qm;
• Dachgeschoss 95,90 qm.
Geschosshöhen:
• Keller 4,00 m;
• Erdgeschoss 3,50 m;
• 1. Obergeschoss 3,70 m;
• 2. Obergeschoss 3,08 m;
• Dachgeschoss 2,25 m;
• Dach 2,70 qm.
Quellen: Michel, Kunstdenkmäler, S. 265; Hausakten der Sanierungsstelle; Direktion Landesdenkmalpflege Mainz, Ordner K-166, A z II-K (Florinspfaffengasse); Rhein-Zeitung vom 23. April 1987 (Artikel Liessem); StaK, Fach 23.
Florinspfaffengasse 14
Alte Hausnummer: 161
Der Pfarrhof Liebfrauen – Florinspfaffengasse 14. Das Foto entstand bei der Neuanlage der Danne im Juli 1009.
Zur Geschichte des heutigen Pfarrhofes Liebfrauen: Michel, Kunstdenkmäler, S. 74–80.

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