Marktstraße
Schon in der Antike Teil des römischen Achsenkreuzes (Cardo Decumanus), das zum einen in Süd-Nord-Richtung zum Moselufer verlief, zum anderen zum Rhein führte. Verlängerung der Löhrstraße, die ursprünglich direkt in die heutige Münzstraße verlief. In der Marktstraße befand sich wahrscheinlich auch das Südtor des spätantik-frühmittelalterlichen Kastells, worauf heute auch eine in das Straßenpflaster eingelassene Tafel hinweist. Die Straße war ursprünglich wesentlich schmaler als heute. Nach der weitgehenden Zerstörung dieses Bereichs im Herbst 1688 beschloss der Koblenzer Rat, die Häuserfronten ein Stück zurückzuversetzen. Gleiches erfolgte in der Münzstraße, sodass der nahtlose Übergang beider Straßen heute nicht mehr gegeben ist. Die Markstraße wurde bis weit ins 18. Jahrhundert hinein „unter den Bördern“ genannt. Dieser Name leitet sich wahrscheinlich von dem alten Stadttor ab. Die meisten Häuser in der Marktstraße wurden im 19. Jahrhundert und nach den Zerstörungen von 1944 stark verändert oder neu aufgebaut.
Marktstraße 1
Alte Hausnummer: 18
Geschichte: Der Bau gehört zur Gebäudegruppe „Vier Türme”. Die bereits 1608 gebauten Häuser wurden im Herbst 1688 zerstört und wahrscheinlich unter Leitung des kurfürstlichen Baumeisters Johann Christopherus Sebastian! wieder aufgebaut (eine Kartusche im zweiten Obergeschoss trägt die Jahreszahl 1696). Nach Fritz Michel erwarb Georg Josef Raffauf 1813 das Gebäude, kaufte zusätzlich das kleine Nachbarhaus in der Marktstraße und ließ beide Bauten miteinander vereinigen. Dabei wurde der Eingang vom Altengraben an die Marktstraße verlegt. Im Zweiten Weltkrieg beschädigten Bomben vor allem den Dachbereich. Die Restaurierung erfolgte 1978. Konstruktion: Das Haus wurde in einer Mischbauweise hergestellt. Erdgeschoss und zweites Obergeschoss bestehen aus verputztem Bruchstein, das zweite Obergeschoss und die Giebel wurden in Fachwerk ausgeführt. Dieses Fachwerk war lange Zeit verputzt. Die Freilegung erfolgte erst im Rahmen der nach dem Krieg vorgenommenen Wiederherstellungs- und Renovierungsarbeiten.
Beschreibung: Dreigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus an der Ecke Marktstraße/Altengraben, das den Übergang von der Spätrenaissance zum Barock dokumentiert. Das Gebäude besitzt ein schiefergedecktes Satteldach mit zwei geschweiften Giebeln über dem zweiten Obergeschoss und einen zweigeschossigen Eckerker, der über dem Erdgeschoss ansetzt. Auf der Seite des Altengrabens hat der Bau zwei, an der Marktstraße vier Achsen. Erd- und erstes Obergeschoss sind massiv und durch ein schmales, durchlaufendes Sohlbankgesims gegliedert. Das zweite Obergeschoss und die Giebel wurden als Fachwerkkonstruktion (fränkisch) ausgeführt. Die mit (gusseisernen?) Brüstungsgittern (im ersten Obergeschoss mit Spitzbogenornamenten, im zweiten Obergeschoß1 mit jeweils zwei gebogenen horizontalen Stäben) versehenen dreigeteilten Sprossen-Rechteckfenster haben in der ersten Etage Basaltrahmungen. Oberhalb des ersten Obergeschosses befindet sich ein breiter, vorkragender und profilierter Schwellbalken, auf dem die Fachwerkkonstruktion ruht. Die Fenster im zweiten Obergeschoss werden durch Brustriegel mit Schräggittern betont. Die Hauptlasten ruhen auf schmucklosen Ständern, die durch Brust- und Halsriegel sowie durch Knaggen unterstützt werden. Zusätzliche Stabilität verleihen die nasenbesetzten, geschwungen Gegenstreben. Dieses Schema wiederholt sich in den zweigeschossigen Giebelbereichen, die durch ein breites, mehrfach profiliertes Traufgesims optisch von den anderen Etagen getrennt werden. Beide Giebel haben jeweils links und reclits
breite Schweifbalken, die sich in Fächerrosetten (mit aufgesetzten Knäufen) vereinigen. In den Giebelfeldern wurden ein größeres, links und rechts zwei kleinere Rechteckfenster angeordnet (am Altengraben fällt das rechte Fenster weg). In den Giebelspitzen befinden sich Rundbogenfenster. Der polygonale Erker im Kreuzungsbereich Altengraben/ Marktstraße, dessen Ecken durch pflanzlich verzierte Pilaster betont werden, ruht auf masken- und blattverzierten Konsolen. Fensterpfosten und Brüstungsriegel dieses Anbaus haben pflanzliche und figürliche Verzierungen. Im zweiten Obergeschoss ist eine Kartusche mit Rollwerk und der Jahreszahl 1696/rest. 1978 zu sehen. Eine „Welsche Haube” und eine La-terne mit gedrehten Holzsäulen schließen den Erker ab.
Geschosshöhen (laut Plan von 1914):
• Keller 4,25 m;
• Erdgeschoss 3,60 m;
• 1. und 2. Obergeschoss 3,50 m;
• Dachgeschoss 2,60 m;
• Dach 2,60 m,
Quellen: Akten der Unteren Denkmalschutzbehörde; Eitelbach, Johann C. Sebastiani, S. 330/331; StAK, Fach 107; Michel, Kunstdenkmäler, S. 330/331.
Marktstraße 2
Alte Hausnummer: 128
Geschichte: Das Haus gehört zu der Gebäudegruppe „Vier Türme”, die bereits 1608 gebaut wurde, aber während der Beschießung von 1688 den Kanonen zum Opfer fiel. Die Neuerrich-tung des Baus, in dem die Hauptwache untergebracht war, erfolgte wahrscheinlich unter der Regie des kurtrierischen Baumeisters Johann Christopherus Sebastiani. Aus einem Bauantrag des Jahres 1898 geht hervor, dass der Keller ursprünglich direkt von der Straße her betreten werden konnte. 1944 wurde das Haus zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte 1949 und 1950.
Konstruktion: Massivbau mit Putzfassade. Beschreibung: Viergeschossiges Eckhaus mit schiefergedecktem, zweiseitig ab gewähntem Satteldach. Das Gebäude dokumentiert mit seiner üppig dekorierten Fassade den Übergang von der Renaissance zum Barock. Es hat am Plan drei, an der Marktstraße fünf Achsen. Die Fassade wird durch die mit profilierten Gewänden und Sohlbänken versehenen Fenster und ein auskragendes Traufgesims gegliedert. Das Erdgeschoss wurde neu gestaltet, fügt sich aber wegen der angepassten Schaufensterproportionierung in die noch vorhandene historische Bausubstanz ein. Der dreigeschossige polygonale Eckerker mit Viereckfenstern ruht auf maskenverzierten Konsolen und ist mit kräftig profilierten, über den Fensterpfosten verkröpften Gesimsen versehen. Auf den Fensterpfosten und in den Brüstungen des Erkers befinden sich Reliefs mit militärischen Emblemen (Fahnen, Musketen, Hörner und Kanonen). Im Brüstungsfeld des ersten Erkergeschosses ist eine Kartusche mit Blattrahmung und der Inschrift „Hauptwache 1689″ zu lesen. Im dritten Geschoss des Erkers findet man eine weitere ornamentumrahmte Kartusche mit der Jahreszahl 1862 als Hinweis auf die Veränderung und Aufstockung des Gebäudes im 19. Jahrhundert. Den Erkerabschluss bildet eine „Welsche Haube” mit Laterne.
Beschreibung laut Brandversicherungskataster (1821–1834): Dreistöckiges, ganz massives Wohnhaus.
Quellen: Michel, Kunstdenkmäler, S. 215/216; Eitelbach, Johann C. Sebastiani, S. 68; Akten der Unteren Denkmalschutzbehörde; StAK, Best. 623, Nr. 2045, Blatt 128; StAK, Fach 107.
Marktstraße 3
Alte Hausnummer: 19
Geschichte: Das Gebäude datiert wahrscheinlich in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Konstruktion: Das Haus wurde in einer Mischbauweise hergestellt.
Beschreibung: Traufständiges, dreigeschossiges und dreiachsiges Gebäude. Das Wohn- und Geschäftshaus hat ein schiefergedecktes Mansarddach mit einem Zwerchhaus. Die Fassade ist durch ein Stockgesims oberhalb des Erdgeschosses und durch ein profiliertes, auskragendes Traufgesims gegliedert. Der mittig angeordnete Eingang im überwiegend neu gestalteten Erdgeschoss befindet sich zwischen zwei kannelierten Stützen. An den Hausecken wurden zwei kannelierte Pilaster angeordnet. Die segmentbogig abgeschlossenen Fenster in den Obergeschossen haben eine Putzrahmung mit Schlusssteinen. Das mittige Zwerchhaus ist mit Dreiecksgiebel, Gesims und zwei Viereckfenstern ausgestattet. In der Giebelspitze sind zwei dreieckige Dachfenster angebracht. Vor allem im Erdgeschoss hat man den historischen Grundriss mehrfach verändert (so zum Beispiel in den Jahren 1895 und 1909). Das Haus besitzt einen tonnengewölbten Bruchsteinkeller.
Quellen: Michel, Kunstdenkmäler, S. 331; Akten der Unteren Denkmalschutzbehörde; StAK, Fach 10
Marktstraße 4
Alte Hausnummer: 127
Baujahr: 1738 (nach Michel)
Konstruktion: Massivbau mit Putzfassade. Beschreibung: Traufständiges, viergeschossiges und dreiachsiges Gebäude. Das nachträglich aufgestockte Wohn- und Geschäftshaus hat ein neueres Satteldach mit drei Dachhäuschen (oberhalb der Fensterachsen). Der ältere Dachstuhl wurde durch Bomben zerstört. Die Fassade und das Innere sind umgestaltet. Der Bau war früher nur zweigeschossig und hatte ein Zwerchhaus mit geschweiftem Giebel. Zum Plan hin befand sich ein Fachwerk-Zwerchgiebel. Das Haus ist heute mit dem Haus Marktstraße 6 vereinigt. Die gesamte Anlage wurde 1992/1993 entkernt.
Beschreibung laut Brandversicherungskataster (1821–1834): Zweistöckiges Wohnhaus, ein Stock Stein, ein Stock Holz.
Quellen: Michel, Kunstdenkmäler, S. 332/333; Akten der Bauaufsicht; StAK, Best. 623, Nr. 2045, Blatt 95.
Marktstraße 5
Alte Hausnummer: 20
Geschichte: Das Haus wurde wahrscheinlich zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichtet.
Beschreibung: Traufständiges, dreigeschossiges und dreiachsiges Barockhaus mit Satteldach. Der Ladenbereich wurde neu gestaltet. Die Fassade wird oberhalb des Erdgeschosses und des zweiten Obergeschosses durch Gesimse gegliedert. Das zweite Obergeschoss kragt leicht vor. Die Viereckfenster in den Etagen haben gusseiserne Brüstungsgitter mit sich andreaskreuzar-tig überschneidenden Stäben und Rankenwerk. Der in Fachwerk ausgeführte Zwerchgiebel mit Schweifbalken nimmt fast die gesamte Front ein und erinnert somit an ältere Bautraditionen. Er ist durch zwei Gesimse unterteilt und hat drei kleine Fenster.
Beschreibung laut Brandversicherungskataster (1821–1831): Dreistöckiges Wohnhaus, vorne ein Stock aus Stein, zwei Stock aus Holz, hinten ganz von Holz.
Grundriss: Typ 4.
Quellen: Michel, Kunstdenkmäler, S. 331; Akten der Unteren Denkmalschutzbehörde; StAK, Best. 623, Nr. 2045, Blatt 123.
Marktstraße 6
Alte Hausnummer: 126
Geschichte: Das Gebäude wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts errichtet, später mehrfach umgebaut und aufgestockt. Das Haus gehörte zur ehemaligen Hauptwache. Es hatte eine Kommandantenwohnung. Unter dem Straßenterrain (Am Plan) befand sich – laut Bauakte – ein kleines Gewölbe, das 1897 zum Petroleumlager umgebaut wurde.
Konstruktion: Massivbau mit Putzfassade.
Beschreibung: Traufständiges, viergeschossiges und fünfachsiges Haus. Das mehrfach veränderte und nachträglich aufgestockte Geschäftshaus hat ein Satteldach und fünf Dachhäuschen (oberhalb der Fensterachsen) mit Dreiecksgiebeln. An der glatt verputzten Fassade sind nur das weit auskragende, auf mehreren kleinen Konsolen ruhende Traufgesims mit Würfelfries und die mit Tuffsteinrahmungen versehenen Rechteckfenster in den Obergeschossen auffällig.
Geschosshöhen (laut Plan von 1937):
• Erdgeschoss 3,32 m;
• 1. Obergeschoss 3,23 m;
• 2. Obergeschoss 3,07 m;
• 3. Obergeschoss 2,93 m;
• Dachgeschoss 2,35 m.
Quellen: Akten der Unteren Denkmalschutzbehörde; Akten der Bauaufsicht.
Marktstraße 7
Alte Hausnummer (Vorgängerbau): 21
Geschichte: Das im Kern noch aus dem 17. Jahrhundert stammende Haus wurde wegen an-geblicher Einsturzgefahr 1969 abgebrochen. Im selben Jahr entstand an gleicher Stelle ein viergeschossiges Wohn- und Geschäftshaus.
Quellen: Michel, Kunstdenkmäler, S. 381; Akten der Bauaufsicht; StAK, Fach 107; StAK, Best.623, Nr. 9342: Reparaturen des Dachbereiches und Fassadenerneuerung des Hinter-gebäudes (1927–1938, 1965).
Marktstraße 8
Alte Hausnummer: 125
Geschichte: Das Haus wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaut, später vor al-lem im Erdgeschoss verändert. Der Vorgängerbau gehörte zur ehemaligen Hauptwache. Der Geschäftskomplex bildet heute mit dem Haus Am Plan Id eine Einheit.
Konstruktion: Massivbau mit verputzter Bruchsteinfassade und Werksteingliederung. Die heute rötlich gestrichene Fassade war ursprünglich unbehandelt.
Beschreibung: Traufständiges, dreigeschossiges und vierachsiges Haus. Das Geschäftsgebäu-de hat ein schiefergedecktes Satteldach mit vier Gauben (in Verlängerung der Fensterachsen). Das Erdgeschoss wurde in neuerer Zeit umgestaltet. Die Fassade ist durch Sohlbankgesimse (erstes und zweites Obergeschoss) und ein weit auskragendes Traufgesims gegliedert, das mit Kreuzbogenfries und stilisierter Blumenornamentik sowie einem Gitterfries in Arabeskenart verziert ist. An der linken und rechten Traufkante befinden sich geschwungene Konsolen. Die Viereckfenster sind mit Basaltgewänden und inkrustierten Sturzbögen versehen. Die einfach gestalteten Sohlbankgesimse in den beiden Obergeschossen und die Konsolen an der linken und rechten Traufkante bestehen ebenfalls aus Basalt. Alle Obergeschossfenster haben gusseiserne Brüstungsgitter mit Rankenwerk. Bemerkung: Zusammen mit den Gebäuden Ka-storhof 6, Mehlgasse 9 und Rheinzollstraße 2 gehörte der Bau ursprünglich zu den Häusern in der Altstadt mit Natursteinfassade. Da die Fassade des Hauses im Laufe der Zeit zahlreiche Umgestaltungen erfuhr, ist eine zutreffende stilistische Zuordnung nur schwer möglich.
Quellen: Michel, Kunstdenkmäler, S. 333; Akten der Unteren Denkmalschutzbehörde; StAK, Fach 107.
Marktstraße 9
Alte Hausnummer (Vorgängerbau): 22
Geschichte: Das 1944 schwer beschädigte Barockhaus wurde später abgebrochen und 1964/65 durch ein Wohn- und Geschäftsgebäude ersetzt, dessen Giebel an der Marktstraße liegt.
Querverweis: S. 122 (Parzellenvergleich).
Quellen: Michel, Kunstdenkmäler, S. 331 (Geschichte des Vorgängerbaus); Akten der Bau-aufsicht.
Marktstraße 10
Alte Hausnummer: 124
Geschichte: Das Haus wurde um 1700 erbaut. Später hat man vor allem die Nebenbauten und das Erdgeschoss verändert. Im Krieg brannte das Dach des Gebäudes ab. Das Bürgerhaus hatte ursprünglich einen Seitenflügel und einen Hinterbau.
Konstruktion: Massivbau mit Putzfassade.
Beschreibung: Traufständiges, dreigeschossiges und dreiachsiges Gebäude. Das Wohn-und Geschäftshaus besitzt ein Satteldach mit Zwerchgiebel und einem Dachhäuschen. Das Erdgeschoss mit seinen beiden Eingängen und der Schaufensterfront wurde neu gestaltet. Über der Ladenzone befindet sich ein Sohlbankgesims. Der Dachbereich ist durch ein auskra-gendes, profiliertes Traufgesims von der Fassade abgesetzt. Der mehrfach geschwungene Zwerchgiebel erinnert an die Spätrenaissance. Er wird durch zwei Sohlbankgesimse gegliedert. In den Obergeschossen hat das Gebäude gekuppelte Viereckfenster. Oberhalb des ersten Obergeschosses wurde in Mauerankern die Jahreszahl 1700 angebracht.
Grundriss: Typ 5 (Variante).
Quellen: Michel, Kunstdenkmäler, S. 333; Akten der Unteren Denkmalschutzbehörde; StAK, Fach 107.
Marktstraße 11/13
Alte Hausnummer (Vorgängerbau): 43
Geschichte: Das 1709 erbaute ehemalige „Haus zum Rosenbaum” wurde 1944 zerstört. Wäh-rend des Wiederaufbaus glaubte man, auf dem Grundstück Spuren eines frührömischen Ka-stells gefunden zu haben. Das Gebäude wurde zwischen 1952 und 1954 wieder aufgebaut. Die alten Kellergewölbe blieben erhalten. Der heutige Bau hat drei Geschosse. Der an der Markt-straße gelegene zweigeschossige, polygonale Erker (in seiner ersten Etage mit Jahreszahl 1954) erinnert an historische Vorbilder. Oberhalb des zweiten Erkergeschosses wurde folgende Inschrift angebracht: „Das Haus stehet in Gottes Hand. Zum Rosenbaum ist es genannt. Gott verwahr es vor Feur und Brand”. Der gleiche Spruch befand sich auch am Erker des Vorgängerbaus.
Quellen: Michel, Kunstdenkmäler, S. 332 (Geschichte des Vorgängerbaus); Akten der Bau-aufsicht; Hausakten der Sanierungssteile.
Marktstraße 12
Alte Hausnummer: 123
Geschichte: Das Haus wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts errichtet (1695?) und um die Mitte des 19. Jahrhunderts aufgestockt.
Konstruktion: Massivbau mit Putzfassade.
Bechreibung: Traufständiges, viergeschossiges Haus mit zwei Doppelachsen. Das nachträglich um eine Etage erhöhte Wohn- und Geschäftshaus hat ein schiefergedecktes, flaches Satteldach und zwei Dachhäuschen mit Dreiecksgiebeln. Das Erdgeschoss ist neu gestaltet. Die vier Fenster in jeder Etage sind jeweils paarweise zusammengefasst und mit Gewänden und profilierten Sohlbänken ausgestattet.
Beschreibung laut Brandversicherungskataster (1821–1834): Dreistöckiges Wohnhaus, vorne massiv, hinten von Holz.
Quellen: Michel, Kunstdenkmäler, S. 333; Akten der Unteren Denkmalschutzbehörde; StAK, Best. 623, Nr. 2045, Blatt 42.
Marktstraße 14
An der Liebfrauenkirche 2
Alte Hausnummern: 121–122
Bemerkung: Siehe auch unter An der Liebfrauenkirche 2. Das Gebäude stammt aus der zwei-ten Hälfte des 19. Jahrhunderts, denn im Hausnummernverzeichnis ist noch von zwei kleine-ren, selbstständigen Häusern die Rede. Die Vereinigung der beiden Grundstücke erfolgte also später. Der heute noch erhaltene Bau wurde durch Bomben beschädigt und erhielt 1949 ein neues Dach. Von Interesse ist vor allem der Kellerbereich, der ursprünglich bis unter die Straße reichte. Dort befand sich auch eine Bäckerei, deren Eigentümer /wiederholt Umbauten vornehmen ließ (zum Beispiel Vergrößerung der Kellerfenster 1897). Auch im Erdgeschoss hat man vor allem Anfang unseres Jahrhunderts mehrere Veränderungen vorgenommen.
Grundriss: Typ D.
Quellen: Akten der Bauaufsicht; StAK, Best. 623, Nr. 2418; StAK, Fach 107.

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